Home

Der Islam hält die Menschen im Rahmen ihrer Kapazitäten verantwortlich und erlässt Erleichterungen überall da, wo ihre Kapazitäten überschreitet werden und in Situationen die dies hervorrufen. Die unten aufgeführten Gründe erlauben denjenigen, das Fasten nachzuholen oder aber eine „Fidya“ (Eine Form der Almosengabe zur Kompensation des versäumten Fastens) zu entrichten.

a) Reise:

Jemand der im Ramadan eine Reise unternehmen wird ist es gestattet nicht zu fasten. Er muss lediglich das Fasten nachholen. Im Qurʾān steht geschrieben. „O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget. (Vorgeschrieben ist es euch) an bestimmten Tagen. Wer von euch jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, der soll eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten). Und denjenigen, die es zu leisten vermögen, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt. Wer aber freiwillig Gutes tut, für den ist es besser. Und dass ihr fastet, ist besser für euch, wenn ihr (es) nur wisst!“ (Sura al-Baqara 183-184).

Wer nachts das Fasten beabsichtigt aber morgens auf größere Reißen geht, der kann zwar auch fasten, rechtlich gesehen kann er aufgrund der Reise jedoch das Fasten auslassen bzw. für den Zeitraum pausieren/unterlassen. Er kann es aber auch nach wie vor einhalten. Wer nachts das Fasten beabsichtigt aber am Morgen spontan auf eine Reise muss, der kann den Umstand und den Schwierigkeiten gemäß das Fasten pausieren/abbrechen. Jedoch ist die Vollendung des Fastens geeigneter. Als der Gesandte Gottes (s.a.s.) auf der Reise zur Eroberung von Mekka war, war er am fasten. Jedoch hat er an einem Ort namens „Kedid“ sein Fasten gebrochen. (Buharî, Savm, 34; Müslim, Sıyam, 15) Diese Tat zeigt uns, dass man das Fasten auf Reisen brechen darf.

b) Krankheit:

Ein Kranker, der befürchtet, dass seine Krankheit sich dadurch verschlechtert oder verlängert braucht nicht zu fasten bzw. darf sein angefangenes Fasten brechen. Er kann dann diese Tage nach seiner Genesung nachfasten. Der oben genannte Vers deutet auf diese Situation. Auch eine Person, deren Krankheit durch einen erfahrenen, muslimischen Arzt oder durch seine Überzeugung bestätigt wurde, unterliegt den selben Regelungen.

c) Schwangerschaft und Milchmutterschaft:

Eine Frau, die im Ramadan schwanger ist oder ihr eigenes bzw. ein fremdes Baby stillt, darf ihr Fasten brechen, falls sie befürchtet, dass sie oder das Baby einen Schaden erleiden könnte. Sie darf dann nachfasten. (Nesâî, Sıyam, 50-51, 62; İbn Mace, Sıyam,3).

d) Arbeiten unter schwierigen und mühsamen Voraussetzungen:

Jemand, der befürchtet, das seine Gesundheit durch das Fasten negativ beeinträchtigt wird, braucht nicht zu Fasten.

Diejenigen die sich in so einer Situation (z.B. schwerwiegende und mühsame Arbeit) befinden, fasten an ihren Urlaubstagen oder an einem geeigneten Zeitpunkt.

Der Qurʾān erläutert uns das mit folgenden Versen: „O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget.(Vorgeschrieben ist es euch) an bestimmten Tagen. Wer von euch jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, der soll eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten). Und denjenigen, die es zu leisten vermögen, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt. Wer aber freiwillig Gutes tut, für den ist es besser. Und dass ihr fastet, ist besser für euch, wenn ihr (es) nur wisst!  Der Monat Ramadan (ist es), in dem der Qur´an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch während dieses Monats anwesend ist, der soll ihn fasten, wer jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten). Allah will für euch Erleichterung; Er will für euch nicht Erschwernis, - damit ihr die Anzahl vollendet und Allah als den Größten preist, dafür, dass Er euch rechtgeleitet hat, auf dass ihr dankbar sein möget.“ (Sura al-Baqara 183-185)

e) Hohes Alter:

Eine sehr alte und schwache Person braucht nicht zu fasten. Eine derartige Person ist nicht in der Lage zu fasten und erlangt sie auch nicht wieder, bis sie verstirbt. So jemand sollte für jeden Tag des Ramadans eine Fidya bezahlen. Diejenigen die keine Aussicht auf Heilung haben, erliegen den selben Regelungen.