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Das Fasten ist ein überaus wichtiger Gottesdienst. Das Fasten ist wie eine „Mauer oder ein Schutzschild“(1) gegenüber der Wollust, der Sünden sowie noch viele anderer zwanghafte Triebe der Seele. Es hat mithin eine Funktion, einen stärkere Willenskraft gegenüber den Teufel aufzubauen. In diesen Zusammenhang berichtet der ehrenwerte Prophet (s.a.s.), dass die Aktivitäten des Teufels in der Nacht der Bestimmung gedämmt sind und dass er keine Erlaubnis hat die Menschen zu Übel zu verleiten.(2) Weiterhin berichtet der Prophet (s.a.s.), dass am Tag der ʿArafa, Gott den Menschen ihre großen Sünden vergibt und dass der Teufel sich in seinem Übel und seinem verachtenswerten Aufstand über den Segen Gottes aufregt.(3)

Der ehrenwerte Prophet (s.a.s.) berichtet: „Wenn der Monat Ramadan kommt, öffnen sich die Tore des Paradies und es schließen sich die Tore der Hölle. Und die Teufel werden angekettet.“(4)

Wie aus den erwähnten Überlieferungen zu erkennen ist, werden im Monat Ramadan die bösartigen Geister sowie die Teufel angekettet. Aus diesem Grunde haben sie im Monat Ramadan weniger Einfluss auf die Menschen und können weniger Schaden anrichten, im Vergleich zu den anderen Monaten.

Wenn man den Zustand bedenkt, dass im Monat Ramadan ein Großteil der Muslime fastet, den Qurʾān rezitiert, das Tarāwīḥ Gebet verrichtet, für andere betet sowie noch viele andere freiwillige gottesdienstliche Handlungen ausübt, wird einem bewusst, dass in diesen Monat die Teufel angekettet sind.

(1) Buhari, Savm, 2, 9;
(2) Ahmed bin Hanbel, Müsned, V, 324.
(3) İmam Malik, Muvatta, Hac, 81/245.
(4) Buhari, Savm, 425; IV, 312; V, 411;