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Der ehrenvolle Ramadan ist der Monat, an dem der heilige Qurʾān auf die Erde herabgesandt wurde. In diesem heiligen Moment der Herabsendung wurde uns das Fasten befohlen, als eine ehrwürdige Entgegnung der Herabsendung des Qurʾāns.

In diesem Monat ähnelt der Mensch sozusagen den Engeln, da er seine Triebe gegenüber den schlechten Gelüsten und den gehaltlosen Dingen der Welt versagt und vom Essen und Trinken abtritt. In diesem Zustand erhöhrt und liest er den Qurʾān als ob er neuerdings herabgesandt wurde. Er kann in diesem Moment einen besonders spirituellen Zustand erlangen wenn er die göttliche Anrede im Qurʾān so vernimmt als ob sie neuerdings herabgesandt wurde. Manche besonders beschaffenen Seelen vernehmen in dem Zustand den Qurʾān sogar so, als ob sie den Propheten (s.a.s.) zuhören würden. Und als Übersetzer kann der Mensch auch andere an der göttlichen Anrede teilhaben lassen, so verbringt er diese Zeit im besten Sinne, gemäß des Ramadan und Zwecks seiner Schöpfung.

Zum Ramadan verwandelt sich die Welt der Muslime zu einer riesigen Gebetsstätte. In dieser riesigen Gebetsstätte lassen Millionen von Rezitatoren des Qurʾāns die göttliche Anrede überall in dieser riesigen Gebetsstätte also auf der ganzen Welt erklingen. Jeder Ramadan ist "Der Monat an dem der Qurʾān herabgesandt wurde" (Vgl. Sura al-Baqara 2/185). Dieser Vers zeigt glanzvoll dass der Ramadan der Monat des Qurʾāns ist. Die islamische Gemeinde zelebriert diese Beziehung und beschäftigt sich mit dem Qurʾān aus nächster Nähe.

Wir können mit einem Beispiel besser verstehen welch schlechte Tat es ist sich in solch einer Zeitspanne, in der die islamische Gemeinde die Erde in eine gewaltige Gebetsstätte verwandelt, seinen niederen Gelüsten nieder zu geben und durch das Essen und Trinken zu dieser Zeit seine glanzvolle und gesegnete Aufgabe nicht zu erfüllen:

So wie es eine große Respektlosigkeit wäre während der Gebetszeit in der Moschee herum zu spielen und lauthals zu singen während der Qurʾān rezitiert wird, so ist es auch eine große Respektlosigkeit zur Zeit des Ramadan in der die gesamte islamische Gemeinde fastet und mit dem Gottesdienst sowie den Qurʾān beschäftigt ist, das Fasten durch Essen und Trinken oder durch andere entsprechende Taten zu verletzen.