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Der Mensch ist auf die Welt gekommen um sich das Jenseits zu verdienen. Die Zeitspanne rund um den Ramadan eignet sich bestens dazu. Die guten Taten werden nämlich zum Ramadan tausendfach vergütet. In jedem Buchstaben des Qurʾāns entfaltet sich eine zehnfache Vergütung und zehnfach Früchte aus dem Garten des Himmels (Vgl. Tirmizî, Fezâilü’l-Kur’ân, 16; Mecmeu’z-Zevâid, 7/163). Zum glanzvollen Ramadan entfaltet jeder Buchstabe des Qurʾāns nicht nur einen zehnfachen Segen sondern einen zehntausendfachen Segen und besondere Verse entfachen in jedem Buchstaben nochmals tausendfachen Segen. Zum Freitag im Ramadan steigt dies noch weiter an (Vgl. Deylemî, Müsnedü’l-Firdevs, 3/130). Und zur heiligen Nacht der Allmacht (“laylat-l-qadr”) gipfelt dies und man erhält für jeden rezitierten Buchstaben des Qurʾāns dreißigtausendfache Vergütung (Vgl. Sura al-Qadr 97/3).

In der Tat bringt lässt der Qurʾān der einen in jedem Buchstaben den Lohn von dreißig tausend Früchten erbringt, zum ehrenvollen Ramadan Millionen von ewig währenden Früchten verdienen. So sollten wir uns bemühen zu verstehen welch großen Verdienst man liegen lässt im Angesicht dieses heiligen, ewigen und verdienstvollen Handels, wenn man die Relevanz des Lesens des Qurʾāns nicht lobpreist.

Der heilige Monat des Ramadans ist eben wie ein höchst lukrativer Markt für das Erwirtschaften des Jenseits. Es ist ein höchst ertragreicher Boden für die jenseitige Ernte. Es ist quasi wie ein kräftiger und segnender Regenschauer für unseren Gottesdienst. Diese gesegnete Zeitspanne ist wie eine Parade in der die Menschen die Haltung eines Diener Gottes annehmen und dies allen Geschöpfen und allen vorran Gott präsentieren.

Hierfür wurde das Fasten als ein Gottesdienst den Menschen befohlen, um ihn von den niederen leiblichen Bedürfnissen die seine Unachtsamkeit gegenüber Gott fördern würden und denen er hinterher rennen würde abzuhalten. So ist es auch möglich den Engeln gleich eine Haltung gegenüber Gott quasi frei von Makeln und Trieben einzugehen.

Der ehrenvolle Ramadan hält ein ewig währendes Leben inne und lässt es uns in dieser vergänglichen Welt und in diesem vergänglichen kurzzeitigen Leben gewinnen. Wahrlich kann ein einziger Ramadan sofern er wahrhaftig und würdevoll erfahren wird, durch die Beinhaltung der Nacht der Allmacht den Lohn eines ganzen mit Gottesdienst verbrachten Lebens erbringen.

Ein Herrscher hebt auch einige spezielle Tage im Jahr im Sinne eines Festes hervor und entlohnt sein Volk sowie seine Bediensteten mit manchen Darbietungen. So hat der ewige Herrscher und Schöpfer der keinen Anfang hat und über achtzehn tausend Reiche/Dimensionen verfügt den heiligen Qurʾān als Erleuchtung für all diese Reiche/Dimensionen herabgesandt. Natürlich ist es logisch naheliegend dass der Ramadan die Gestalt eines spirituellen Fests annimmt.

Der Ramadan ist somit ein göttliches Fest. Natürlich wird uns dann das Fasten befohlen, um uns von teilweise sinnlosen und tierischen bzw. triebgesteuerten Handlungen abzuhalten. Das perfekte Fasten ist dann ein Fasten mit sämtlichen Emotionen und Organen, mit Körper sowie Herz und Geist. Durch die Distanzierung von Schlechtem und Verbotenem lenken wir jedem unserer einzelnen Organe zu einen besonderen Gottesdienst.

 Das perfekte Fasten wäre z.B. unsere Zunge von Lügen, Gerüchten und hässlichen Ausdrücken abzuhalten und die Zunge mit Rezitationen, Gedenken, Huldigungen, Buße und ähnliches beschäfigt zu halten. Anderweitig könnte man das Auge von verbotenen Eindrücken und Illustrationen fern halten und unser Auge auf Würdevolles sowie an Gott erinnerndes richten. Das Ohr könnte man von dem Hören von schlechten Dingen wie negativ aufgeladenen Unterredungen und Geläster fern halten und es auf das Hören von Vorlesungen voller Weiseheiten und Rezitationen richten. So fastet man gebührend mit sämtlichen Organen und Facetten des Lebens.