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Einer der Weisheiten warum das Fasten uns befohlen wird ist es, das Fasten als ein Mittel zu nutzen um die verschiedenen sozialen Klassen näher zueinander zu bringen und ihnen zu helfen gegenseitig die Lebenswirklichkeit der anderen Menschen zu realisieren.

Die Lebensumstände der Menschen können sehr unterschiedlich ausfallen. Manche sind wohlhabend und manche haben weitaus weniger. Gott lädt aufgrund dieser Unterschiede die Wohlhabenden durch die Almosensteuern und die Abgaben zur Hilfe und zum Beistand ein. Die Wohlhabenden verstehen jedoch die bitteren Lebensumstände, den Hunger und die Bedürftigkeit der Armen unter normalen Umständen nicht. Erst durch das Fasten im Ramadan kommen sie dem näher und fühlen dies. Wenn es das Fasten nicht gäbe würden die überaus Wohlhabenden die nichts anderes als sich selbst sehen und bedenken, nicht gänzlich verstehen wie schlimm es ist hungernd und bedürftig zu sein und wie sehr diese Menschen auf Hilfe angewiesen sind.

Dass der Mensch seines Gleichen gegenüber Barmherzigkeit zeigt ist essenziel für die wahrhaftige Dankbarkeit gegenüber Gott. Jede Person ist in der Lage einen Bedürftigeren als sich selbst zu finden. Ihn obliegt es gegenüber dieser Person Barmherzigkeit walten zu lassen. Wenn es den Zwang nicht gäbe durch das Fasten sich selbst und seiner Triebseele den Hunger zu lehren, wären wir nicht in der Lage den Menschen bezüglich derer es uns obliegt Barmherzigkeit walten zu lassen zu helfen. Zumindest wäre diese Hilfe zu einem anderen Zeitpunkt nicht so effektiv wie zum Ramadan, wo die geistige Haltung des Muslims sich schlagartig ändert. Denn nur im Ramadan verspürt der Mensch solche Zustände vollends in seiner Gefühlswelt.