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a. Was bedeutet eigentlich “Fidya”?

Als ein mit dem Fasten zusammenhängender religiöser Begriff ist die Fidya eine religiöse und materielle Pflicht, wenn manche Gottesdienste nicht verrichtet werden können oder nur teilweise erfüllt werden. Diese Fidya betrifft das Fasten und die Pilgerfahrt. Jemand der durch das hohe Alter oder durch eine Krankheit, bei der keine Heilung in Sicht ist, nicht fasten kann, zahlt für jeden Tag des Fasten die Fidya, da die Person durch ihren Zustand nicht in der Lage ist, das Fasten zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Eıne Person ist verpflichtet (“wā ǧib”) in dieser Situation die Fidya zu zahlen. Im Qurʾān steht geschrieben, dass man eine Fidya zahlt, die reicht um einen Mittellosen zu ernähren, sollte man selbst nicht fasten können. (Vgl. 2/184). Dem Vers zufolge beträgt die Fidya also eine Summe die ausreicht, um eine Person für einen Tag zu ernähren.

Wer altersbedingt keine Kraft zum Fasten aufbringen kann, zahlt für jeden Tag eine sadaqa bzw. fitre. Wenn sie dies auch nicht kann, ersucht sie Gnade und Vergebung bei Allah (c.c.). Falls aber so eine Person an kurzen Tagen die Kraft zum Fasten mit Leichtigkeit aufbringen kann, so muss sie die nicht gefasteten Tage an diesen kurzen Tagen, wo es ihr einfacher fällt, nachholen. Wenn Personen die aufgrund ihrer Krankheit oderer anderen Gründen nicht fasten konnten, von nun an wieder fasten können, so müssen sie ihr bisher versäumtes Fasten nachholen. Die Gültigkeit der gezahlten Fidya als Ersatz wird somit aufgehoben und sie gilt von nun als Almosengabe (“sadaqa”).

b. Was ist die Summe der Fidya?

Die Fidya orientiert sich an der Fitre. Sie kann von Ort zu Ort und von Zeit zu Zeit variieren.

2010 wurde seitens der DITIB die Fidya mit 7 Lira berechnet.