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Die Teufel existieren wie auch die Menschen in verschiedenen Arten. So wie es besonders boshafte oder schädliche Teufel gibt, so gibt es auch Teufel die jedem Menschen individuell angeheftet sind. Die Teufel die am Ramadan angekettet werden sind keine speziellen Teufel. Es gibt indes Teufel die boshafter und schädlicher sind. Die Teufel die das Individuum begleiten bewegen sich mit dem Individuum.

Wenn der Teufel sich von der Person lösen würde, dann würde der Aufstieg bzw. Die Entwicklung des Menschen aufhören. Im Ramadan wird jedoch die Wirkung des Teufels verringert und ihr Schaden kann sich verringern.

In einer Überlieferung spricht der ehrenwerte Prophet (s.a.s.) sogar davon, dass an ihm ein besonderer Teufel angeheftet ist, aber dieser hat sich ihm ergeben.

Außerdem ist es nicht nur der Teufel, der dem Menschen Unsicherheit und Bedenken einflüstert. Die gebieterische Triebseele des Menschen ist auch zu jeder Zeit aktiv.

Der ehrenwerte Prophet sagte: “Abu Hurayra, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wenn Ramadan beginnt, werden die Tore des Himmels geöffnet, die Tore des Höllenfeuers geschlossen und die besessenen Satane in Ketten gefesselt.“ (Buhari, Savm, 5).
Das in der Überlieferung auftauchende Wort “marada” heißt so viel wie “sturr”, “aufmüpfig” oder “angriffslustig”. Mit diesem Ausdruck sind die zügellosesten, unbändigsten und erbittertesten der Teufel gemeint. In der Tat sind diese Teufel im Monat des Ramadans angekettet.

Wie auch im jeden ehrenvollen Ramadan Fehler und Sünden begangen werden, so ist es auch eine Tatsache, dass Menschen auch in diesem Monat große Fehler begehen. Wenn man aber bedenkt, dass der Teufel beim Bedenken und in Anbetracht der Belohnungen, die die Menschen im Monat des Qurʾāns ergattern, geradezu in Rage verfällt und alle seine Heimtücken auffährt, um sie davon abzubringen, wird deutlich dass die Teufel angekettet sind.

Zweifelsohne sind die Gottesdienste im Ramdan überaus wertvoll und wichtig. Das Fasten im Ramadan ist ein Gottesdienst der im Range Gottes immens wertvoll ist und die Belohnung für diesen Gottesdienst lässt sich kaum beschreiben. Aus diesem Blickwinkel ist es geradezu unmöglich die tiefe Bedeutung und den Wert des Fastens im Ramadan vollends zu verstehen. Daher ist auch niemand außer Gott in der Lage das Fasten des Gläubigen gebührend zu entlohnen. Gott hat persönlich die Belohnung für das Fasten bestimmt und verspricht den Gläubigen dies als eine Überraschung im Jenseits. Als wichtigster Anlass für diese Belohnung erlässt Gott, dass “mein fastender Diener sein Essen und Trinken für mich aufgibt.”

In dieser heiligen und gesegneten Zeitspanne verrichten die Gläubigen mit dem Fasten auch das Tarāwīḥ Gebet. Der Monat Ramadan (ist es), in dem der Qur´an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung (Sura al-Baqara 185). Im Schatten des Verses nehmen die Gläubigen diesen Monat als Monat des  Qurʾāns wahr und lesen davon so viel sie können. Zu gleicher Zeit öffnen sich ihre Herzen und sie erquicken mit großer Großzügigkeit. Sie nutzen alle Gelegenheiten um Gutes und Lobenswertes zu tun. Mit dem Wortlaut einer Überlieferung war der ehrenwerte Prophet (s.a.s.) der Großzügigste unter den Menschen. Diese Großzügigkeit von ihm stieg zum Ramadan, wenn er Hz. Ǧibrīl aufsuchte sogar noch an. Hz. Ǧibrīl suchte bis zum Ende des Ramadans jede Nacht den Propheten (s.a.s.) auf und rezitierte mit ihm Qurʾān. In diesen Tagen ist der Gesandte Gottes (s.a.s.) den Menschen gegenüber großzügiger als der Wind. Die Gläubigen folgen dem Beispiel des ehrenwerten Propheten (s.a.s.) und werden in diesen Tagen großzügiger. Unter der Almosensteuer, der Almosengabe, der Fitra oder ähnlichem zeigen die Gläubigen ständig diese Großzügigkeit. Ferner ziehen sich manche Gläubigen in den letzten 10 Tagen des Ramadans zurück und widmen sich voll und ganz ihren Gottesdiensten.

Es liegt eben in der Natur des Teufels gegenüber diese gesegneten Atmosphäre in Rage zu verfallen. Letztendlich hat er auf ewig den Menschen seine Feindschaft geschworen und wird nicht ruhen, bis er sie vom Pfad der Tugend abbringt. Ständig und immer sucht der Teufel nach Wegen, den Menschen zu Schlechtem zu verleiten. Daher macht der Ramadan und dessen segensreichen Versprechungen den Teufel und die Seelen die dem Teufel folgen geradezu wahnsinnig. Um diesen großen Segen den Menschen wegnehmen zu können versuchen diese Teufel und dem Teufel ähnelnde Menschen, die Menschen der Tugend gegeneinander aufzubringen.

Wie man auch sehen kann gratulieren sich die Menschen in dieser heilsvollen Atmosphäre zum Ramadan und sie leben mit mehr Bedacht und Vorsicht im Hinblick auf das Jenseits. Mit der Erlaubnis und der Obhut Gottes verbringen sie den Ramadan in innerer bzw. seelischer Ruhe und bleiben ferner von Sünden. Es heißt also dass die angesprochenen sogenannten “besessenen Teufel” tatsächlich angekettet werden. Auch wenn manche Teufel und zu Teufeln gewordene Menschen durch die Zuhilfenahme von Wollust und Begierde weiterhin versuchen Schlechtes zu verbreiten, versperrt Gott ihnen den Weg und erlaubt die Entfaltung ihrer Machenschaften nicht.